Das EGVP bietet sowohl Export- als auch Importschnittstellen, die den Austausch von Daten mit Fachverfahren ermöglichen. Der Import findet mithilfe der generischen Schnittstelle statt, wobei die Daten über das Dateisystem oder per dynamischer Übergabe importiert werden. Der Export ist über den Posteingang möglich.
Austausch von Daten über das Dateisystem
Fachanwendungen legen ihre Daten in einem Austauschverzeichnis ab.
Der Austausch der Daten zwischen der Fachanwendung und der EGVP-Anwendung erfolgt in dieser Variante über das Dateisystem. Sowohl die Fachanwendungen als auch die EGVP-Anwendung müssen dieses Austauschverzeichnis einmalig definieren. Nutzer des EGVP können dieses Austauschverzeichnis für jedes eröffnete Postfach festlegen.
Die Inhaltsdaten der Nachrichten sind von Fachanwendungen in einem entsprechend der Spezifikation strukturierten Dateiverzeichnis zur Verfügung zu stellen. Der Anwendungs-Client beinhaltet eine Komponente, die eine Übernahme der eingestellten Dokumente in den Postausgang ermöglicht. Beim Import werden Inhaltsdaten und Attachments in eine OSCI-Nachricht umgewandelt.
Nach erfolgter Übernahme und Konvertierung der Daten wird eine Nachricht im Postausgang angezeigt. Nutzer können nun mit den Standard-Funktionen die Nachricht bearbeiten (Signaturerstellung, Verschlüsselung, Versand). Die Übergabe der Daten über das Austauschverzeichnis ist für alle Ausprägungen sowohl für die Rollen Bürger als auch für die öffentlichen Institutionen/Behörden identisch.
Der Datenimport kann manuell und automatisch erfolgen, wobei eingestellt werden kann, in welchen zeitlichen Abständen die Inhaltsdaten importiert werden sollen.
Dynamische Übergabe von Daten
Download der Fachdaten durch das EGVP.
Wie bei der Übergabe der Daten über das Austauschverzeichnis, muss die Fachanwendung dem Anwendungs-Client die elektronischen Daten mit ihren notwendigen Bestandteilen in einer bestimmten Struktur zur Verfügung stellen, damit dieser eine Nachricht für den Postausgang erzeugen kann.
Diese Schnittstelle unterscheidet sich von der Übergabeschnittstelle dadurch, dass keine festen Import- und Exportverzeichnisse ausgewählt werden müssen, sondern die Übergabe dynamisch erfolgt.
Durch eine von einem Webserver dynamisch erstellte Datei und den darin enthaltenen Verweis auf die Steuerdatei werden alle notwendigen Informationen für die direkte Übergabe zur Verfügung gestellt. Die zu übergebenden Daten müssen entweder auf einem Webserver oder wahlweise im Dateisystem von der jeweiligen Fachanwendung bereitgehalten werden. Der EGVP-Client lädt die Daten dann via HTTP/HTTPS oder aus dem Dateisystem herunter.
Alle notwendigen Informationen werden in einer Steuerdatei neben den eigentlichen Inhaltsdaten (einschließlich Attachments) an den Anwendungs-Client übergeben. Dieser stellt, nachdem die Daten geladen wurden, eine OSCI-Nachricht zusammen.
Nach erfolgter Übernahme und Konvertierung wird die Nachricht im Verwaltungsfenster des EGVP-Postfachs (Postausgang) angezeigt. Die Nachricht kann nun mit den Standard-Funktionen bearbeitet werden (Signaturerstellung, Versand). Die Schnittstelle ist für alle Ausprägungen sowohl für die Rollen Bürger als auch für die Behörde identisch.
Export von Daten aus dem Posteingang
Die Daten werden für Fachanwendungen in einem Übergabeverzeichnis bereitgestellt.
Die EGVP-Anwendung stellt die Möglichkeit bereit, manuell oder automatisiert Nachrichten aus dem Posteingang in ein definiertes Verzeichnis zu exportieren. Dabei kann im Rahmen einer Export-Regel definiert werden, welches Prüfergebnis die Nachrichten haben sollen, die exportiert werden sollen. Es werden drei Status unterschieden:
1. Status ok
2. Status nicht eindeutig
3. Status nicht ok.
Fachanwendungen können nun die Daten wiederum aus dem Übergabeverzeichnis abholen.
Kontakt
Astrid Hassenbach
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