das Jahr geht dem Ende zu, in vielen Verwaltungen herrscht große Betriebsamkeit, weil bis zum 28. Dezember die anspruchsvollen Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie umgesetzt sein müssen. In unserem Newsletter erfahren Sie unter anderem, wie die Lösung unter Einsatz von Komponenten der bos KG in drei Bundesländern aussieht.
Dieser Newsletter ist der letzte unseres Jubiläumsjahres. Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachtstage, kommen Sie gut in das neue Jahr und bleiben Sie uns gewogen.
Herzliche Grüße aus dem winterlichen Bremen Ihr bos-Newsletterteam
Inhalt
Neuigkeiten/Aktuelles
Governikus im Praxiseinsatz
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Neuigkeiten/Aktuelles
Sicheres E-Identitiy Management mit Governikus
Im November 2010 wird der neue Personalausweis den bisherigen Personalausweis ablösen. Seine elektronischen Funktionen machen ihn auch für das E-Government als Ausweis im Internet interessant. Wir haben das Thema aufgegriffen und entwickeln zurzeit eine Governikus Komponente zur Nutzung des neuen Personalausweises.
Der neue Personalausweis, dessen Einführung für den Herbst 2010 vorgesehen ist, bietet drei neue Funktionen: biometriegestützte Identitätsfunktionen, den elektronischen Identitätsnachweis und elektronische Signaturen. Die beiden Letztgenannten machen ihn für E-Business und E-Government-Anwendungen interessant. Log-In-Verfahren für Portale und Online-Shops, der anonyme Altersnachweis oder das automatische Ausfüllen von Online-Formularen – die Liste möglicher Anwendungen ist lang.
Im Moment laufen – koordiniert vom Bundesministerium des Innern – umfangreiche Anwendungstests, an denen ausgesuchte Unternehmen und öffentliche Einrichtungen beteiligt sind.
Wir von bremen online services entwickeln auf Basis von Governikus Lösungen, die zukünftig Behörden sowie Bürgerinnen und Bürger die Nutzung des neuen Personalausweises ermöglichen.
Der eID-Server
Der eID-Server macht Governikus und die Virtuelle Poststelle des Bundes fit für die Nutzung des neuen Personalausweises. Er bietet sowohl eine Schnittstelle für die Authentisierung, die die Diensteanbieter nutzen können, als auch eine eCard-API, um zum Beispiel die Identitätsfunktionen des neuen Personalausweises zu nutzen.
Diensteanbieter erhalten von offizieller Stelle Berechtigungszertifikate, die zur Kommunikation mit dem neuen Personalausweis erforderlich sind. Die Berechtigungszertifikate haben eine kurze Gültigkeit und müssen daher in kurzen Intervallen erneuert werden. Der Governikus eID-Server verwaltet Berechtigungszertifikate und automatisiert deren Erneuerung.
Im Sinne der vom Datenschutzrecht vorgeschriebenen Datensparsamkeit darf dabei nur auf die Daten zugegriffen werden, die für den konkreten Geschäftszweck benötigt werden. Wenn zum Beispiel für ein altersbeschränktes Web-Angebot nur der Nachweis der Volljährigkeit benötigt wird, kann dazu die Funktion der Altersverifikation des neuen Personalausweises genutzt werden. In diesem Fall darf der Diensteanbieter auch nur die Funktion zur Altersverifikation nutzen. Wenn hingegen für ein Online-Formular ein kompletter Personendatensatz benötigt wird, erlaubt das Berechtigungszertifikat den Zugriff auf eben diese Daten. Die Berechtigungszertifikate werden immer nur für einen auf die Einsatzszenarien abgestimmten kurzen Gültigkeitszeitraum ausgestellt und müssen entsprechend oft erneuert werden.
Das Berechtigungszertifikat wird dem Inhaber des neuen Personalausweises bei dessen Einsatz angezeigt, ebenso die Kategorien von Daten, die ausgelesen werden dürfen. Beim Einsatz des neuen Personalausweises kann er nun die Daten auswählen, die er nicht freigeben möchte. Anschließend gibt er die verbliebenen Daten durch Eingabe der PIN frei.
Auf die Sicherheit der übertragenen Daten können sich Nutzer verlassen. Die bewährte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stellt sicher, dass die vertraulichen Informationen nur vom vorgesehenen Empfänger ausgelesen werden können.
Der Governikus eID Server wird unseren Kunden im Rahmen des Projektes "Pflege Governikus“ voraussichtlich mit der Governikus Version 4 zur Verfügung gestellt. Damit erhalten die dem Projekt beigetretenen Länder und Kommunen den Governikus eID Server zur Einbindung des neuen Personalausweises ohne zusätzliche Kosten.
bos Schulungsprogramm – Termine 2010 online
Entwicklerschulungen, Administratorschulungen, individuelle Schulungen und Workshops – unser Schulungsprogramm hat auch im nächsten Jahr viel zu bieten.
Die Termine für unser Schulungsprogramm im nächsten Jahr stehen fest. Sie finden eine Übersicht auf unseren Internetseiten.
Unser Angebot:
Governikus Schulungen für Administratoren
Für alle, die Governikus in eine bestehende IT-Infrastruktur integrieren müssen, bieten wir Schulungen in den Levels „Basis“ und „Advanced“. Dabei werden die Grundlagen von Kryptografie und OSCI-Protokoll vermittelt und alles, was für die Administration von Governikus wichtig ist.
Governikus Schulungen für Entwickler
Diese Schulungen richten sich an alle, die Projekte oder Schnittstellen im Governikus-Kontext realisieren möchten. Sie werden mit unseren Schulungen in die Lage versetzt, OSCI-basierte Kommunikationsszenarien zu realisieren. Für diese Schulungen vereinbaren wir individuelle Termine.
Darüber hinaus bieten wir maßgeschneiderte Workshops und Individualschulungen zu speziellen Anliegen und konkreten Fragen.
DIMDI entwickelt eigene Signatursoftware mit Governikus-Komponenten
Als erste Bundesbehörde gab das in Köln ansässige Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) eine Herstellererklärung für die dort entwickelte Signatursoftware DeSign Version 1.0.1 ab. Die Software enthält die Governikus Komponente „OSCI-Client-Enabler“. Sie realisiert zwei Kernfunktionalitäten: die Erzeugung qualifizierter Signaturen sowie die sichere und zuverlässige Anzeige von TIFF-Dateien.
Die Integration von Governikus Komponenten in eigene Software ist „Unterrichtsstoff“, den wir in unseren Governikus Schulungen für Entwickler anbieten. Dabei wird an zwei Tagen das für die Einbindung notwendige Wissen an Softwareentwickler unserer Kunden und Partnerunternehmen vermittelt. Dazu gibt es in den Schulungen einen Mix aus theoretischen Vorträgen und praktischen Aufgaben. Auch Entwickler des DIMDI haben an unseren Schulungen teilgenommen.
Zur weiteren Unterstützung der Entwickler bieten wir parallel zu jeder Governikus Auslieferung auch ein Software Development Kit (SDK), eine Sammlung von Source-Beispielen zur Implementierung eigener Clientkomponenten auf Basis von Governikus und zur Kommunikation mit Governikus Serverkomponenten. Dazu gehört eine umfangreiche Dokumentation. Dies erleichtert die Entwicklung von Software, die Governikus Komponenten einbindet.
Mithilfe der vom DIMDI entwickelten Software wird der elektronische Datenaustausch zwischen dem DIMDI und der Industrie unterstützt. Die erste Anwendung, bei der DeSign eingesetzt werden wird, ist die elektronische Änderungsanzeige im Rahmen des elektronischen Antragsverfahrens für die Zulassung von Arzneimitteln in Deutschland sein. Pharmazeutische Unternehmer nutzen dieses im Rahmen von PharmNet.Bund, dem Portal für Arzneimittelinformationen des Bundes und der Länder. Auch für den Abschluss eines Nutzungsvertrags zur Datenbankrecherche beim DIMDI kommt die elektronische Signatur infrage sowie für das Informationssystem Medizinprodukte, mit dem bereits die Anzeigeverfahren für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika über die Online-Plattform des DIMDI abgewickelt werden.
Die Freie Hansestadt Bremen und der Softwarehersteller bremen online services engagieren sich in einem EU-Projekt zur europaweiten elektronischen Beschaffung öffentlicher Stellen. Nachdem im ersten Jahr an IT-Spezifikationen und der Entwicklung von Software-Komponenten gearbeitet wurde, werden die Ergebnisse nun bald in den ersten Pilotierungen sichtbar, die im Jahr 2010 starten werden.
Das Projekt PEPPOL (Pan-European Public Procurement Online) hat sein erstes Jahr erfolgreich hinter sich gebracht. Die Europäische Kommission honoriert dies mit einer deutlichen Aufstockung des Budgets. Damit wird die Einbindung weiterer Projektpartner finanziert, einzelne Schwerpunkte werden finanziell verstärkt und die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse nach dem Projektende im Jahre 2011 abgesichert.
Positive Bewertung
Das Projektziel von PEPPOL ist es, europaweit grenzüberschreitende öffentliche Ausschreibungen zu ermöglichen. Das Projekt startete im Mai 2008 mit 14 teilnehmenden öffentlichen Einrichtungen aus acht europäischen Nationen mit einem Budget von 19,6 Millionen Euro, das zur Hälfte von der Europäischen Kommission kommt, die Projektpartner finanzieren die andere Hälfte. Die Kommission bewertet die Ergebnisse des ersten Projektjahres durchweg positiv: "Das Projekt hat trotz der hohen Herausforderungen große Fortschritte erzielt. Das erste Release der Prototyp-Infrastruktur und der begleitenden technischen Spezifikationen ist ein großer Erfolg. Dies ist das Ergebnis des starken Einsatzes aller Partner und einer hervorragenden Koordination. Alle Teilnehmer haben gezeigt, dass sie die erforderlichen Kompetenzen und das notwendige Wissen besitzen, um die anspruchsvollen Projektziele zu erreichen."
Ausdehnung des Projektes
Das Projekt-Budget wurde jetzt von der Kommission um 11,2 Millionen Euro erhöht. Diese Zusatzfinanzierung soll eingesetzt werden, um weitere Länder und Partner in das Projekt einzubeziehen. Außerdem soll so die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse und Dienste über das Projektende im November 2011 hinaus gewährleistet werden.
Drei neue Nationen und eine Region wurden nach der Erweiterung des Projekts Anfang November als Partner gewonnen: Griechenland, Portugal, Schweden und Schottland. Das Projekt hat nun ein Budget von 30,8 Millionen Euro, es umfasst 18 Partner aus 12 Nationen. Gleichzeitig wurde die Projektlaufzeit um sechs Monate verlängert.
Die nächsten Schritte
Im ersten Jahr des Projekts PEPPOL haben sich die Partner vor allem der Gestaltung und Spezifizierung der Infrastruktur gewidmet. Das Ziel von PEPPOL ist es, Strukturen zu schaffen, die die elektronische Beschaffung zwischen Anbietern und öffentlichen Stellen in ganz Europa ermöglicht. Nutznießer sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sein.
Besonders der Gesundheitssektor wird von PEPPOL profitieren. Aus diesem Grund sollen kleine und mittelständische Unternehmen aus diesem Bereich verstärkt in die Pilotphase eingebunden werden. Auf der strategischen Ebene wird die Arbeit zur Evaluierung und Sicherung der Nachhaltigkeit der Projektergebnisse intensiviert. Außerdem werden Strategien entwickelt, um das Projekt in der Öffentlichkeit und vor allem bei den zukünftigen Nutzern bekannt zu machen.
Weitere Informationen und Dokumente: www.peppol.eu
EU Förderprogramm: „ICT Policy Support Programme“ im Rahmenprogramm für Wettbewerb und Innovation (Competitiveness and Innovation Framework Programme - CIP). ICT PSP: http://ec.europa.eu/ict_psp
Gesamtbudget: 30,8 Millionen Euro
Förderung durch die Europäische Kommission: 15,4 Millionen Euro
Laufzeit: 3,5 Jahre
Ursprüngliche PEPPOL-Nationen: Norwegen, Dänemark, Deutschland, Österreich, Italien, Finnland, Ungarn, Frankreich
Neue Nationen ab November 2009: Schweden, Griechenland, Portugal, Schottland
Kontakt: Herr André Hoddevik PEPPOL Projekt Direktor Mobil: +47 913 97587 E-Mail: andre.hoddevik@difi.no
Herr Klaus Vilstrup Pedersen PEPPOL stellvertretender Projekt Direktor Mobil: +47 970 81 554 E-Mail: klaus.vilstrup.pedersen@difi.no
EU-DLR – nur mit elektronischen Signaturen
Die EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) setzt auf elektronische Kommunikation. Dabei gibt es aber einiges zu beachten, denn rechtsverbindliche Prozesse erfordern elektronische Signaturen. Governikus Kunden sind darauf gut vorbereitet.
Die Kommunikation zwischen Dienstleistungserbringern und Einheitlichen Ansprechpartnern darf, wenn sie wie in der EU-Dienstleistungsrichtlinie festgelegt, vollständig elektronisch und aus der Ferne erfolgt, nur unter Einsatz qualifizierter elektronischer Signaturen abgewickelt werden. Nur so kann dem in der „Papierwelt“ üblichen Schriftformerfordernis bei der elektronischen Kommunikation entsprochen werden. Dies wurde jetzt in einem Gutachten der Universität Mannheim festgestellt, das im Auftrag der Projektgruppe „Dienstleistungsrichtlinie“ des priorisierten Deutschland-Online-Projekts erstellt wurde.
Die Vorbereitungen zur Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie, die bis Ende Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein müssen, laufen auf Hochtouren. Die Verwaltungen in Ländern und Kommunen sind dabei, Strukturen einzurichten, mit denen Dienstleistungserbringer aus ganz Europa mit den Einheitlichen Ansprechpartnern elektronisch kommunizieren können. Dazu gehören neben Dokumentenmanagementsystemen auch Lösungen für die elektronische Signatur von Dokumenten und für den sicheren und rechtsverbindlichen Versand von Nachrichten.
Landes- und Kommunalverwaltungen, in Bundesländern, die dem Projekt „Pflege Governikus“ beigetreten sind, stehen mehrere Lösungen von bremen online services GmbH & Co. KG (bos KG) bereit, um diesen Anforderungen gerecht zu werden:
der Governikus Signer Professional Edition - mit ihm können Signaturen erstellt und verifiziert sowie Dokumente ver- und entschlüsselt werden
Govello, die Software zum Erstellen, Senden und Empfangen von OSCI-Nachrichten – auch mit elektronischer Signatur
Für die Verwaltungen in Ländern und Kommunen gibt es die Möglichkeit, Landeslizenzen für die Signaturlösungen Governikus Signer Integration Edition und Governikus Web Signer zu erwerben. Dies ermöglicht die Einbindung der beiden Signatursoftwareprodukte in Fachverfahren und Online-Anwendungen zu besonders günstigen Konditionen. Dabei ist deren Anwendung keineswegs auf die Umsetzung der EU-DLR beschränkt. Beide Produkte können auch in anderen Bereichen der Verwaltung eingesetzt werden, zum Beispiel im Personenstandswesen oder bei der Langzeitarchivierung elektronischer Dokumente.
Der Governikus Signer Integration Edition ermöglicht die einfache Einbindung von Signatur- und Verifikationsfunktionen sowie Ver- und Entschlüsselung in bestehende Fachanwendungen per Schnittstellenanbindung. So können beispielsweise Dokumentenmanagementsysteme einfach um Signaturfunktionen erweitert werden.
Mit dem Governikus Web Signer können Signaturfunktionen in Web-Anwendungen und Online-Formulare integriert werden.
Mit einbezogen in das Projekt „Pflege Governikus“ und die Rahmenverträge zum Erwerb von Landeslizenzen sind übrigens auch Kammern und Berufsgenossenschaften, die ebenfalls von der Umsetzung der EU-DLR betroffen sind.
16 Bundesländer – 16 Lösungen: Bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie setzen die Bundesländer auf unterschiedliche Modelle, um künftig Unternehmensgründer auf ihrem Weg durch den Behördendschungel zu führen. An dieser Stelle beschreiben wir exemplarisch die Kommunikationsmodelle von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen.
Bis zum 28. Dezember müssen die Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie umgesetzt sein - es ist also sozusagen kurz vor zwölf! In Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen baut man bei der Umsetzung auf Lösungen basierend auf OSCI. Insbesondere spielt das von der bos KG entwickelte Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) eine zentrale Rolle.
Beispiel Niedersachsen
Niedersachsen setzt künftig auf jeweils einen Einheitlichen Ansprechpartner pro Landkreis bzw. kreisfreier Stadt – sprich 57 insgesamt. Erreichbar werden diese über ein zentrales Internetportal sein, auf dem sämtliche Informationen für Unternehmensgründer und –betreiber bereitgestellt werden. Darüber hinaus können dort auch alle relevanten Formulare gefunden, online ausgefüllt und an den Einheitlichen Ansprechpartner signiert versendet werden. Der Einheitliche Ansprechpartner nutzt die OSCI-Kommunikation mittels EGVP, um alle eingegangenen Anträge und Dokumente an die jeweils zuständigen Stellen weiterzuleiten bzw. in das Fallmanagement zu übertragen. Geplant ist, überall dort, wo nur gelegentlich auf die OSCI-Kommunikation zurückgegriffen wird, im nächsten Jahr das Governikus Add-In for Microsoft Office anstelle des EGVP-Clients einzusetzen, sobald dieses zur Verfügung steht – voraussichtlich im 1. Halbjahr 2010. Das Governikus Add-In ermöglicht die nahtlose Integration der gesamten OSCI-Kommunikation in die Microsoft Office Umgebung. Nachrichten und Dokumente können somit OSCI-konform aus MS Outlook, Word, Excel, Powerpoint oder dem Windows-Explorer versendet werden.
Beispiel Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt verfolgt bei der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie ein ähnliches Modell wie Niedersachsen. Unterschiedlich gehandhabt wird hier allerdings das Thema Einheitlicher Ansprechpartner. Dieser wird in Sachsen-Anhalt zentral beim Landesverwaltungsamt angesiedelt sein, wobei grundsätzlich aber auch Kommunen, Kammern und Kreise als Zuständige Stellen (ZS) direkt angesprochen werden können. Wie in Niedersachsen setzen die Sachsen-Anhaltiner ebenfalls auf ein zentrales Serviceportal mit Governikus als Virtueller Poststelle und dem EGVP als Client für den Austausch von Nachrichten und Dokumenten.
Elektronisch signiert wird in Sachsen-Anhalt in webbasierten Fachverfahren und Online-Formularen mit der Signaturlösung Governikus Web Signer. Damit können direkt aus dem Fallmanagement heraus Signaturen erstellt werden. Parallel können alle Dienstleistungserbringer direkt mittels EGVP vertraulich und rechtsverbindlich mit allen Zuständigen Stellen kommunizieren, wenn kein Einheitlicher Ansprechpartner eingeschaltet werden soll.
Beispiel Bremen
Im Land Bremen wird der Einheitliche Ansprechpartner auf kommunaler Ebene angesiedelt sein. Wie in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nutzen die Bremer EGVP für den Nachrichten- und Datenaustausch sowie Governikus als Virtuelle Poststelle. Elektronisch signiert wird auch hier mit dem Governikus Web Signer.
Bremen hatte gemeinsam mit Umlandkreisen und –gemeinden innerhalb der Virtuellen Region Nordwest bereits seit 2007 an einem Konzept zur Umsetzung der EU-DLR gearbeitet. Im Projekt EINIG (Einfach im Nordwesten investieren und gründen) wurden richtungsweisende Kombinationen vorhandener Technologien entwickelt, die heute in großen Teilen die Basis der ab 28. Dezember startenden Umsetzung bilden.
Die Hürden hinsichtlich der Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie sind also genommen und Niedersachsen, Sachsen-Anhalt sowie Bremen können dem 28. Dezember 2009 entspannt entgegenblicken.
Governikus im Praxiseinsatz
bos KG gibt Governikus 3.4 frei
Die Sicherheitsmiddleware Governikus liegt in einer neuen Version vor. Damit ist Governikus rechtlich und technologisch auf dem neuesten Stand.
Mit der Releasefreigabe 3.4 des Produktes Governikus setzt die bos KG einen neuen Maßstab im Bereich der Sicherheitsmiddleware für Bund, Länder und Kommunen. Der neue Release berücksichtigt die aktuellen Anforderungen der Bundesnetzagentur und wurde technologisch auf die Entwicklungsumgebung Java EE 5 umgestellt. Neben den rechtlichen Aspekten bedeutet dies vor allem eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit, der technologischen Zukunftssicherheit und damit einhergehend eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit.
Integration der geänderten rechtlichen Anforderungen
Governikus 3.4 berücksichtigt die von der Bundesnetzagentur geänderten Anforderungen bezüglich der Darstellung der Ergebnisse von Zertifikats- und Inhaltsdatenprüfungen bei qualifizierten elektronischen Signaturen. Konkret bedeutet dies, dass sich das Ergebnis einer Signaturprüfung zu unterschiedlichen Prüfungszeiten ändern kann, beispielsweise von unbedenklich (grün) auf bedenklich (gelb), wenn mindestens ein Prüfungsalgorithmus zu einem späteren Prüfungszeitpunkt als schwach einzustufen ist. Bislang war der Status unbedenklich (grün) nachträglich nicht veränderbar.
Des Weiteren werden durch den Governikus NetSigner nur noch Signaturen mit vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) empfohlenen Algorithmen erstellt und ausschließlich Karten freigeschaltet, die eben diese Algorithmen unterstützen.
Technologische Zukunfts- und somit Investitionssicherheit durch aktuelle Entwicklungsumgebung
Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und die Schaffung von Integrationsmöglichkeiten neuer Technologieentwicklungen und –standards basiert Governikus 3.4 erstmals auf der Entwicklungsumgebung Java EE 5 und bietet somit die Voraussetzungen z. B. für SOA-Services. Dadurch ebenfalls ermöglicht wurde eine verbesserte Benutzerführung sowie eine barrierefreie Benutzeroberfläche.
Neues Software Development Kit für Governikus 3.4
Ebenfalls an die neuen rechtlichen und technologischen Anforderungen angepasst wurde der entsprechende Software Development Kit (SDK). Der Release SDK 1.1 ist ebenso wie Governikus 3.4 ab sofort erhältlich und beinhaltet sämtliche Bibliotheken, Beispiele und dazugehörige Dokumente, die für die Entwicklung von Clients auf Basis von Governikus benötigt werden.
procilon und bremen online services vertiefen Partnerschaft
Zwei langjährige Partnerunternehmen arbeiten jetzt noch enger zusammen. Die bos KG und der Leipziger IT-Spezialist procilon IT-Solutions GmbH haben beschlossen, ihre Partnerschaft auszubauen.
Die beiden IT-Security-Spezialisten procilon IT-Solutions GmbH und bremen online services GmbH & Co. KG (bos KG) haben sich auf eine inhaltliche Erweiterung ihres Partnerschaftsvertrages verständigt. Zukünftig werden die Unternehmen ihre vereinten Aktivitäten mit dem bisherigen Schwerpunkt OSCI-Kommunikation im öffentlichen Dienst auch auf die Entwicklung neuer Märkte ausrichten und gemeinsame Signatur- und Archivierungsprojekte umsetzen.
"Vor allem bei den Themen Absicherung des Datentransfers und Langzeitarchivierung von Signaturen ergänzen sich unsere Produkte hervorragend. Wir freuen uns auf eine produktive Partnerschaft", so Steffen Scholz, Geschäftsführer der procilon.
Dr. Stephan Klein, Geschäftsführer der bos KG, ergänzt: "Mit procilon verbindet uns eine langjährige Partnerschaft, die wir jetzt weiter ausbauen möchten. Unsere gemeinsamen Kunden werden davon profitieren, dass zukünftig unsere Basisinfrastrukturkomponenten für Transport und Signaturen in die Anwendungen von procilon integriert sind."
Über procilon IT-Solutions GmbH
Die in Leipzig ansässige procilon IT-Solutions GmbH entwickelt und vertreibt mit ProGOV 3 einen Daten- und Diensteprozessor zur Abbildung umfassender Geschäfts- und Verwaltungsprozesse sowie mit ProDESK einen universellen Kommunikations-Client für die sichere elektronische Unternehmens- und Behördenkommunikation. Zu den Kunden zählen bundesweit über 600 Einrichtungen des öffentlichen Dienstes und des Gesundheitswesens sowie mittelständische Unternehmen und Energieversorger.
Mit den HELD Lösungen lassen sich Informationen und Dokumente effizient verwalten und langfristig mit einem hohen Beweiswert archivieren. Das DMS-System REGISAFE spart dem Anwender durchschnittlich 20%, in Spitzen bis zu 40% an Zeit und Kosten.
HELD – Die DMS-Spezialisten
HELD präsentiert sich als innovativer Anbieter für Dokumentenmanagement und Büroorganisation. Eine Pionierleistung des Unternehmens ist die Synchronisation von papierbasierterund EDV-gestützter Verwaltung. Davon profitieren öffentliche Verwaltungen, Kirchen und Krankenhäuser ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen. Mehr als 5.000 Kunden setzen auf HELD, wenn es um die Optimierung dokumentenintensiver Geschäftsprozesse geht.
1952 gegründet, erzielt HELD heute mit rund 60 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 6 Millionen Euro. Der Stammsitz des Unternehmens befindet sich in Stuttgart, Dependancen gibt es in Ulm, Dresden, München und Bonn. Zudem unterstützt ein flächendeckendes Netz von Vertriebspartnern bei der kompetenten Betreuung der Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
REGISAFE – DMS auf höchstem Niveau
Zum Anwendungsstandard in vielen Kommunen entwickelte sich das Dokumentenmanagementsystem REGISAFE, das ab sofort in der neuen Version 4.0 erhältlich ist. Mit der Software lassen sich alle Daten und Dokumente einer Organisation ganzheitlich organisieren.
REGISAFE bietet zentrale DMS-Funktionalitäten wie Archivieren, leistungsfähiges Suchen, E-Mail-Management sowie die Definition und Abarbeitung von Workflows. Aber auch wichtige Anforderungen der Bürokommunikation wie Terminkalender und Adressverwaltung können mit der DMS-Software abgedeckt werden.
All dies geschieht unter einer einheitlichen, leicht zu bedienenden Oberfläche, die den Schulungs- und Administrationsaufwand auf ein Minimum reduziert. Die Anbindung an andere IT-Systeme geschieht einfach und bequem über eine Vielzahl an Schnittstellen.
Bei der Erfüllung von Compliance-Anforderungen setzt REGISAFE auf die Integration des Governikus Signer Integration Edition. Mit dieser gemeinsamen Lösung von HELD und der bremen online services (bos) GmbH & Co. KG lassen sich Dokumente beliebigen Formats (Word, Excel, PDF, XML-datensätze und andere) direkt von REGISAFE aus signieren. Dabei werden alle qualifizierten Signaturen in Deutschland und alle gängigen Kartenlesegeräte unterstützt. Dokumente können somit mit einem hohen Beweiswert ausgestattet und über lange Zeiträume revisionssicher archiviert werden.
Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten - Sonderausstellung im Bremer Focke-Museum
Ob gute oder schlechte – Manieren hat jeder. Doch woher kommen unsere Umgangsformen? Wie haben sie sich über die Jahrhunderte entwickelt? Und wie war das eigentlich mit Knigge? Diesen Fragen spürt die Sonderausstellung „Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten“ nach. Spannend und unterhaltsam zeigt sie die Entwicklung unserer Umgangsformen seit dem Mittelalter.
Auf 800 Quadratmetern sind über 200 hochwertige Exponate aus über 40 namhaften Museen und Institutionen, aus Firmen- und Privatbesitz zu sehen. Neben bedeutenden Gemälden und Druckgraphiken, Fotografien, kostbaren Porzellan- und Silberschmiedearbeiten finden sich zahlreiche aus dem Alltag vertraute Gegenstände. All diese Objekte erzählen Geschichten von den Ursprüngen und Erscheinungsformen gesellschaftlicher Regeln und Tabus, vom Streben nach gefälliger Selbstdarstellung, von Rücksichtnahme und Distanzverlust, von Feinsinn und Rüpelei, von Peinlichkeitsschwellen und deren lustvoller Überschreitung, aber auch von Mechanismen gesellschaftlicher Ausgrenzung.
13 Kapitel führen durch die „anständige Kulturgeschichte“. Von der Etiketteliteratur über die Tischkultur bis zum Verhalten im öffentlichen Raum und der Kultivierung schlechter Manieren erzählt sie unterhaltsam Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Mai 2010.
Die Öffnungszeiten des Focke-Museums sind Dienstag: 10.00 - 21.00 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 10.00 - 17.00 Uhr
Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten desFocke-Museums
Veranstaltungen
OMNICARD 2010
19.01.2010 - 21.01.2010 Berlin, Grand Hotel Esplanade
19.01.2010 - 21.01.2010 Berlin, Grand Hotel Esplanade
Seit sechzehn Jahren trifft sich die Smart Card Community im Januar zum Branchenkongress in Berlin. Im Fokus der OMNICARD steht dabei das große Thema Identifikation von Personen und Dingen. Unter diesem Blickwinkel betrachtet der Kongress anspruchsvolle Systemlösungen, die „Smart Secure Solutions“, die sich nicht mehr auf den Formfaktor „Karte“ beschränken lassen. Entsprechend setzt sich das Programm aus den Themen elektronischer Personalausweis, eID, elektronisches und mobiles Bezahlen, elektronische Gesundheitskarte und den zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten rund um RFID und NFC zusammen.
Inhaltliche Qualität, repräsentiert durch ausgewiesene, internationale Referenten, ein hochwertiges, aktuelles Themenspektrum sowie ein exzellenter atmosphärischer Rahmen haben den europaweit guten Ruf der Veranstaltung geprägt. OMNICARD ist die mit Abstand bedeutendste Veranstaltung ihrer Art in Mitteleuropa.
Das Informatikzentrum der Sparkassenorganisation GmbH lädt zu seinem 8. SIZ-Kongress ein. der Kongress steht unter dem Motto "IT-Grenzen überwinden - mit IT Grenzen überwinden". Der SIZ-Kongress richtet sich an Fach- und Führungskräfte der Sparkassen-Finanzgruppe.
Dr. Stephan Klein, Geschäftsführer der bos KG, wird im Rahmen des Kongresses am Freitag, den 29. Januar, ab 10.15 Uhr einen Vortrag halten. Sein Thema: "Mit dem neuen elektronischen Personalausweis (ePA) die Grenzen „elektronisch“ öffnen".
Es ist wieder soweit: die KOMCOM NORD öffnet vom 09. - 10. Februar 2010 im HCC Hannover ihre Pforten!
09.02.2010 - 10.02.2010 HCC Hannover
Es ist wieder soweit: die KOMCOM NORD öffnet vom 09. - 10. Februar 2010 im HCC Hannover ihre Pforten!
Auf Sie warten neue Trends, Themen und Lösungen rund um die IT im Public Sector für eine effiziente Steuerung und einen reibungslosen Workflow.
Darüber hinaus fungiert die KOMCOM als Wissensdrehscheibe und wichtiger Treffpunkt für Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen.
Die bos KG wird gemeinsam mit der b.i.t. GmbH auf der KOMCOM NORD vertreten sein, um über neue Lösungsmöglichkeiten rund um E-Government zu informieren. Sie finden uns in der Niedersachsenhalle, Stand B13.
Weitere Informationen zu den Themenhighlights, Eintrittskarten etc. finden Sie hier in Kürze.
Roadshow zum Thema neuer Personalausweis
Der neue Personalausweis kommt! Damit einhergehend gilt es, entsprechende Anforderungen von gesetzlichen Grundlagen und technischen Standards ein- und umzusetzen.
Der neue Personalausweis kommt! Damit einhergehend gilt es, entsprechende Anforderungen von gesetzlichen Grundlagen und technischen Standards ein- und umzusetzen.
Gemeinsam mit der procilon IT-Solutions veranstaltet bos eine Roadshow, um über neue Trends, Perspektiven und Erfahrungen rund um das Thema neuer Personalausweis zu informieren.
Stationen der Roadshows, bei denen auch externe Referenten aus öffentlichen Verwaltungen über ihre Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Personalausweisberichten, sind:
Termine
27.01.2010 Wolfsburg
03.02.2010 Dortmund
CeBIT 2010: Die bos KG im Public Sector Parc
02.03.2010 - 06.03.2010 Hannover
Die bos KG ist in diesem Jahr als Aussteller mit einem eigenen Stand im Public Sector Parc vertreten, aber auch als Mitaussteller beim BMI.
02.03.2010 - 06.03.2010 Hannover
Rund um den neuen Personalausweis informieren wir Sie anläßlich der diesjährigen CeBIT im Public Sector Parc. Wir zeigen Ihnen unsere Lösung zum elektronischen Identitätsmanagement mit Governikus sowohl am Kooperationsstand des BMI (Halle 9, B60) als auch an unserem Stand in Halle 9, Stand B70/1.
Neben dem Identitätsmanagement werden die Themen "beweiswerterhaltende Langzeitspeicherung" sowie die Integration von OSCI-Nachrichtenübermittlung in die Microsoft Office-Umgebung mit Governikus Add-In for Microsoft Office unsere Highlights sein.
Besuchen Sie uns im Public Sector, Halle 9, Stand B70/1 und B60. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!