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Literaturtipp

12.06.2012. 

Bausteine einer vernetzten Verwaltung.
Prozessorientierung – Open Government – Cloud Computing – Cybersecurity
(Hrsg. Prof. Dr. Herrmann Krallmann und Dr. Alfred Zapp)

In dem im April 2012 erschienenen Sammelband geben mehr als 20 Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung einen praxisnahen Einstieg in die aktuelle Modernisierungsdebatte der vernetzten Verwaltung. Unter anderem stellt bos-Mitarbeiter Jörg Apitzsch, Experte für den Bereich OSCI, Signatur und Kryptographie aktuelle und zukünftige Programme und Projekte für Europa vor.

Weiter verschafft der Band einen Überblick über

  • Voraussetzungen und Perspektiven einer Verwaltungstransformation auf der Grundlage einer IT-gestützten Vernetzung der Leistungsprozesse
  • Herausforderungen wie eine "offene Staatskunst", Cybersecurity, Cloud Computing und Open Government Data
  • erste Praxiserfahrungen der Verwaltung mit diesen neuen Konzepten und Instrumenten


Bei Interesse können Sie den Band direkt über den Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG bestellen.

PEPPOL-Infrastruktur wird langfristig gefördert

24.05.2012. 

Nach vier erfolgreichen Jahren endet das Large Scale Project PEPPOL – das sich die Vereinheitlichung der europaweiten elektronischen Beschaffung in der öffentlichen Verwaltung zum Ziel gesetzt hat – im August dieses Jahres. Um die Nachhaltigkeit der PEPPOL-Infrastruktur zu gewährleisten wurde vom PEPPOL-Konsortium der Aufbau einer internationalen Non-Profit-Organisation – OpenPEPPOL – beschlossen.

Das Pan-European Public Procurement Online Project (PEPPOL) wurde 2008 von der Europäischen Kommision und 17 Partnern aus elf Ländern ins Leben gerufen. Die zu diesem Zeitpunkt innerhalb Europas vorhandenen, aber sehr unterschiedlich gestalteten IT-Infrastrukturen be- oder verhinderten bis dahin Beschaffungsprozesse der öffentlichen Verwaltung effizient und ohne Medienbrüche grenzüberschreitend abzuwickeln. Die im Laufe des Projekts entwickelten Komponenten sorgen nun für eine Interoperabilität der verschiedenen Infrastrukturen. Dabei wurden – unter Einbeziehung schon bestehender – internationale Standards geschaffen, die  den Beschaffungsprozess für öffentliche Verwaltungen so effizient und optimiert wie möglich gestalten und auch in anderen Projekten zum Einsatz kommen.

bremen online services (bos) hat im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen das Arbeitspaket elektronische Signaturen geleitet. Geschaffen wurde eine EU-weite Validierungsinfrastruktur, die eine 100-prozentige Abdeckung zur Validierung aller europäischen qualifizierten Zertifikate erreicht hat und Governikus Kunden bereits zur Verfügung steht.

Um die Nachhaltigkeit der PEPPOL-Infrastruktur zu gewährleisten hat das PEPPOL-Lenkungsgremium kürzlich beschlossen, eine internationale Non-Profit-Organisation – OpenPEPPOL – aufzubauen. Diese soll die umfassende Nutzung von auf PEPPOL basierenden eProcurement-Lösungen fördern und die Interoperabilität von eProcurement in Europa weiter steigern. OpenPEPPOL ist als zentrale Anlaufstelle für die Wartung und Entwicklung der PEPPOL-Spezifikationen, Komponenten und zugehörigen rechtlichen Rahmenvereinbarungen verantwortlich und soll so den Zugang zu PEPPOL-Lösungen auch in Zukunft sicherstellen.
OpenPEPPOL stellt – als nutzerorientierter Weg – nur einen Aspekt der Nachhaltigkeits-Strategie des PEPPOL-Konsortiums dar. Dieser wird von einem Lösungsansatz der EU sowie einer auf Standardisierung fokussierten Lösung ergänzt. So wird ab Anfang 2013 das neue europäische Großprojekt e-SENS die Lösungen aller bisherigen EU-Großprojekte aufgreifen und konsolidieren. OpenPEPPOL wird Teil dieses Projektes sein.
Gefolgt von e-SENS wird ein weiteres Struktur-Förderprogramm Mittel zur Aufrechterhaltung der Projektergebnisse bereitstellen. Im Rahmen des Connecting Europe Facility Fund (CEF) plant die Europäische Kommission, im Zeitraum von 2014 bis 2020 ca. 9.2 Milliarden Euro in pan-europäische Projekte zu investieren. Dabei steht der Ausbau von Breitbandnetzwerken und die Förderung zukunftsorientierter Dienstleistungen (wie z.B. eProcurement und eGovernment) in Europa im Fokus.  

bos wird sich an OpenPEPPOL beteiligen, um ihr Know-how rund um sicheren Datentransport, elektronische Signaturen, Authentisierung etc. aktiv in die Weiterentwicklung von E-Government-Infrastrukturen innerhalb der EU einfließen zu lassen.

Weitere Informationen zu PEPPOL finden Sie hier.

bos ist jetzt Mitglied beim European Telecommunication Standards Institute" (ETSI)

16.12.2011. 

Die bos KG wurde am 29. November 2011 als Mitglied in das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) aufgenommen. ETSI ist neben CENELEC und CEN eine der drei großen Normungsorganisationen in Europa und verfolgt das Ziel, einheitliche Standards im Bereich der Telekommunikation zu schaffen. Für die bos KG bedeutet die Mitgliedschaft einerseits, dass wir Informationen zum Thema europäische Telekommunikationsnormen zukünftig früher und aus erster Hand erhalten. Andererseits können wir nun selbst die uns betreffenden Normungsprozesse mitgestalten und nach Möglichkeit unsere Anforderungen - bzw. die unserer Kunden - einbringen.

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Petra Waldmüller-Schantz
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